Flexibilität im Berufsalltag - Berichte vom Berufsinformationstag

Am Samstag, den 14. März 2026 begann der diesjährige Berufsinformationstag für die Stufe 11 wie gewohnt mit einem Meet & Greet im Bistro. Dorthin hatte Herr Dr. Volker Meierhenrich in seiner Funktion als Organisator dieser Veranstaltung wie gewohnt zum Frühstück und Wiedersehen eingeladen, denn die meisten Referentinnen und Referenten sind ehemalige BGH-ler gewesen und stellten sich zum wiederholten Male den Fragen der anwesenden Schülerinnen und Schüler.
An dieser Stelle gilt der Dank des Bodelschwingh-Gymnasiums Herchen all diesen Berufs-Expert:innen, die ihr Fachwissen und ihre profunden Berufskenntnise in den nun folgenden zwei Fragerunden mit den Schüler:innen der Oberstufe teilten.
Auf dem nebenstehenden Foto zu sehen sind:
Uwe Happ, Vanessa Kaufmann, Stephan Herdtle, Kilian Obertopp, Thomas Zeising, Kerstin Nacken, Dr. Michael Mayer, Dr. Rene Lierz, Volker Meierhenrich, Nastassja Ruschmeyer
Hier zwei Berichte von Teilehmerinnen des Berufsinformationstages:
Vorstellung des Berufs Steuerberater/in
(von Nele Schmidt)
Zunächst haben sich die Referentinnen Lisa-Marie Karduck und Vanessa Kaufmann als Steuerberaterinnen vorgestellt. Wir, die Schülerinnen und Schüler, stellten heraus, dass wir uns größtenteils wegen des Alltagsbezugs und unseres Interesses an Steuern an der Gesprächsrunde beteiligt haben.
In der darauffolgenden Fragerunde erlangten wir die Kenntnis, dass man für das Steuerberaterexamen eine anspruchsvolle Prüfung, Studium und eine Berufsbildung – insbesondere als Steuerfachangestellte/r - durchlaufen könnte und auch Fortbildungen immer wieder Teil des Berufslebens seien. Schließlich seien Berufserfahrung und die Anwendung von Gesetzen vorwiegend wichtig.
Die Interessierten erkundigten sich außerdem, welche Fähigkeiten man für den Beruf mitbringen sollte. Daher betonten die Referentinnen, dass die schulische Laufbahn keine direkte Vorbereitung auf den Beruf darstellen würde. So sei vor allem kritisches Denken, Rechtschreibung und mathematische Grundlagen, zum Beispiel der Dreisatz, entscheidend. Im Studium eigne man sich darüber hinaus Wissen aus Steuerlehre, allgemeine Wirtschaftslehre, und über Verzinsung und Vertragsrecht an und beschäftige sich mit Steuerlast, Einkommenssteuern und Buchungsvorgängen.
Für den Beruf sei Flexibilität von Wichtigkeit, da der Arbeitsalltag stark von den eingehenden Aufträgen abhänge – im Gegensatz zu einem klassischen „9-to-5-Job“. Aufgrund verschiedener Steuerarten und jährlicher Gesetzesänderungen sei auch Offenheit für den so bezeichneten “Job im Wandel” erforderlich. Weiterhin erfuhren wir, dass neben der Verantwortung für die Mandantschaft, bestehend aus Unternehmen und natürlichen Personen, eine enge Zusammenarbeit mit dem Finanzamt von Bedeutung sei. Steuerberater/innen unterstützen beispielsweise bei der Unternehmensgründung und bei Steuererklärungen mit komplexem Sachverhalt. Interessant ist außerdem, dass das Gehalt individuell verhandelt wird, da es keine Tarifverträge gibt.
Insgesamt war die Gesprächsrunde sehr informativ, und wir konnten durch die Erfahrung der Referentinnen den Beruf besser kennenlernen.
Vorstellung des Berufes der Gerontologin
(von Josephine Klara Vogel)
In der zweiten Runde erklärte uns die ehemalige Schülerin des BGHs, Ann-Kristin Hotsch, vieles zu ihrem Beruf als Gerontologin. Leider konnte sie nur über eine Videokonferenz teilnehmen und wir waren nur drei Kursteilnehmer.
Dennoch erfuhren wir, wie vielseitig der Beruf als Gerontologe/-in ist, wie das Studium abläuft und was später mögliche Jobs sein könnten. Aufgrund von interessierten Nachfragen konnten wir unsere Gespräche über das wachsende Alter, Generationenverhältnisse und den gesellschaftlichen und demografischen Wandel vertiefen.
Besonders interessant waren für uns Schüler Roboter, die in Form von Babyrobben oder Katzen im Umgang mit alten Menschen eingesetzt werden, um diese beispielsweise vor einem Arzttermin zu beruhigen.
