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Italienaustausch: Besuch im Trentino

Sylvia Regelein Aktuelles

Ein Reisebericht von Maya, Sophie, Arben, Magdalena, Jule, Juli und Sylvia Regelein

Wir, eine Gruppe von 10 Schülerinnen und 2 Schülern, begleitet von Frau Regelein und Herrn Scherfose, haben uns am Montag, den 1. Juni 26 mit der Bahn auf den Weg nach Italien gemacht. Von Siegburg fuhren wir über München nach Trient, wo wir noch in einen Bus steigen mussten, um nach Tione di Trento zu kommen. Nach 13-stündiger Fahrt waren wir endlich am Ziel, wo wir von unseren Austauschpartnern und ihren Familien herzlich empfangen wurden.

Unser erster Tag in Italien war ein Nationalfeiertag. Vielen nutzten diesen Tag für gemeinsame Ausflüge mit ihren Gastfamilie. Für den Nachmittag hatte Emma, eine der Italienerinnen eine Grillparty am See organisiert. Es wurde gemeinsam gespielt, gequatscht und gelacht. Trotz schlechten Wetters hatten wir einen sehr schönen Tag, der uns eine gute Möglichkeit gab, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen.

Der Mittwoch startete mit dem Kennenlernen der Schule, einem ziemlich großen Schulzentrum mit über 1000 Schülern und Schülerinnen. Außerdem erhielten wir durch kurze Vorträge, die unsere Austauschpartner für uns vorbereitet hatten, eine Einführung in die Region Trentino. Danach fuhren wir mit dem Bus nach Carisolo und wanderten von dort aus durch ein Naturschutzgebiet zu einem sehr schönen Wasserfall. Auf dem Weg dorthin haben wir einen Friedhof mit einer sehr alten Kirche besichtigt. Im Anschluss erhielten wir in einem kleinen Museum einen Vortrag zu den geologischen Besonderheiten des Trentino.

Am Donnerstag besuchten wir eine Stadt, die nicht nur aus einer tragischen Liebesgeschichte, sondern auch wegen ihrer schönen Architektur und atemberaubenden historischen Bauwerken berühmt ist: Verona. Die Stadt von Romeo und Julia (im Original „Romeo e Giulietta“), die aus gutem Grund jährlich über 4 Millionen Besucher anzieht. Zu Beginn führte unser Weg uns direkt zu einer der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Vor uns erhob sich die „Arena di Verona“, das noch gut erhaltene und sehr imposante Amphitheater, das von den Römern damals noch außerhalb der Stadt erbaut wurde. Im Rahmen einer Führung durften wir nicht nur das Äußere, sondern auch das Innere des dem Kolosseum in Rom ähnelnden Theaters bestaunen. Von den obersten Stufen aus konnten wir das für ein Festival mit Theaterstücken und Opern präparierte Bauwerk bewundern. Im strahlenden Sonnenschein setzten wir unsere Stadtführung fort und erfuhren nicht nur viel über die Geschichte der Stadt und die damals dort lebenden Handelsfamilien, die sie mit tollen Bauwerken wie aufwändigen, aus Stein gehauenen Ruhestätten und Palästen bereicherten, sondern konnten auch den ganz allgemein herrschenden Charme der Stadt geniessen. Die Fresken an den Wänden, die kleinen, mit Blumen versehenen Balkone an den bunten Häusern und die engen Gassen verliehen der Stadt einen südländischen Eindruck. Nachdem wir unsere Tour mit dem Balkon von Julia aus Shakespeares Tragödie abgeschlossen hatten, durften wir die Stadt allein erkunden. Wir besuchten einen kleinen Markt, stürmten Restaurants, um Pizza, Pasta, Focaccia (ein traditionelles italienisches Fladenbrot aus Hefeteig) oder Polenta (eine für die Region traditioneller, goldgelber Maisgrieß) zu essen oder um Souvenirs und andere Dinge zu kaufen. Letztendlich traten wir am Nachmittag alle zusammen die Rückreise mit Bahn und Bus nach Tione di Trento an. 

Am Freitag fand an der Schule der Tag der Internationalisierung statt, wo verschiedene Austauschprogramme und Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte vorgestellt wurden. Einige unserer Gruppe halfen bei der Präsentation unseres Austauschs. Es wurden kleine Spiele vorbereitet und Werbung für den Austausch mit dem BGH gemacht. Einige von uns nahmen aber auch am Deutschunterricht anderer Klassen teil und erzählten etwas über unsere Schule und das Alltagsleben in Deutschland. 

Gegen 11 Uhr fuhren wir dann mit dem Bus nach Trient. Dort angekommen, hatten wir die Gelegenheit, die Stadt zu erkunden. Wir besichtigten den Dom, liefen durch die Altstadt und konnten in den Geschäften shoppen. Das schöne Wetter mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machte den Aufenthalt besonders angenehm. Ab etwa 15 Uhr besuchten wir das MUSE, das Wissenschafts- und Naturkundemuseum von Trient. Dort erhielten wir zunächst eine Führung, bei der wir über die Folgen des Klimawandels für die Pflanzen- und Tierwelt der Region informiert wurden. Anschließend konnten wir den interaktiven Bereich des Museums erkunden, in dem man verschiedene Experimente ausprobieren konnte. Unter anderem gab es optische Illusionen und Spiele, die viel Spaß gemacht haben.

Der Samstag war eines der Highlights, ein Ausflug zum Gardasee. Mit dem Bus fuhren wir nach Riva del Garda, wo der See bei perfektem Wetter in der Sonne glitzerte. Ein Schiff brachte uns in den malerischen Ort Malcesine. In Kleingruppen erkundeten wir den Ort mit seinen engen Gassen, genossen die Aussicht von der Burg und aßen das eine oder andere Eis. Am Nachmittag ging es mit dem Schiff zurück nach Riva und von dort aus nach Tione, wo wir den Abend in den Familien ausklingen ließen.

Den letzten Tag verbrachten wir noch einmal in den Familien, mit denen wir verschiedene Aktivitäten durchführten. Am Abend kam dann die ganze Gruppe noch einmal in einer Pizzeria zum gemeinsamen Essen zusammen. Dies gab noch einmal die Gelegenheit, auf die mit Aktionen gefüllte Woche zurückzuschauen und sich langsam zu verabschieden.

Durch diese Reise haben wir nicht nur eine wunderschöne und interessante Region, sondern auch sehr liebenswerte Menschen kennengelernt. Die auf diese Weise gewonnenen Freundschaften werden hoffentlich noch lange andauern.

 

Verfasst von Maya Glomb, Sophie Kukuk, Arben Thaqi, Magdalene Mickus, Jule Klein, Juli Winter und Sylvia Regelein.

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