Am Freitag, den 5.11.2010, fand wieder einmal ein rockiger Abend mit vier Bands und der Lehrerband des Bodelschwingh-Gymnasiums Herchen in der Aula statt.
Waren in den vergangenen Jahren vor allem Bands der Oberstufe "tonangebend" gewesen, so fanden sich diesmal, nach deren Abschied von der Schule, viele Nachwuchskünstler ein: Die jüngsten kamen aus der Klasse 6a und legten bereits eine absolut gekonnte Bühnenshow hin, sowohl, was die Kommunikation mit dem Publikum betrifft, als auch musikalisch gesehen. Der Name "Heart Thieves" passte gut, denn sie hatten die Herzen des begeisterten Auditoriums schnell auf ihrer Seite und spielten ihre Lieblings-Klassiker der Rockliteratur mit großer Selbstverständlichkeit.
Bereits semi-professionell kamen dann die Mitglieder der Gruppe "Case of
Disaster" daher, eine Mischung aus Schülern anderer Schulen und des
BGH (Tido Frobeen, das musikalische Allroundtalent an den Drums und der
souveräne Jim Würz an der Gitarre). Eine soulig singende Frontfrau
(Catie) wurde unterstützt von einer sehr kompetenten Band, die sowohl
eigene als auch gecoverte Stücke zum Besten geben konnte.
Einen mehr "pop-orientierten" Stil pflegten die nur 3 Musiker der
Gruppe "Schaubild" (Mario Schmidt an der Gitarre, Tillmann Schneider am
Schlagzeug und Helena Schneider, Gesang), die mit nur wenigen
Instrumenten und einer ausgebildeten Stimme großen Sound erzeugen
konnten.
Ein weiteres Highlight war die Gruppe Zero II Six mit ihrer Frontfrau
Jana Hillert aus Klasse 8a, die sich von Song zu Song immer mehr
steigerte und sich die Zuneigung des Publikums regelrecht erarbeitete.
Sie wurde hervorragend unterstützt von Musikern anderer Schulen und von
Maurice Heck an der Gitarre (8a).
Ein weiterer stimmungsmäßiger Höhepunkt war die Lehrerband (mit
Sebastian Knöbel, Klasse 8c, als Gast an der Gitarre), die sich auf der
Seitenbühne präsentierte und richtig loslegte; Stefan Pack sang
überwiegend Brit-Pop-orientierte Songs und das sogar - sehr zur Freude
der Zuhörer - mit "Kind (und Kegel)“:
Mit seiner jüngsten Tochter auf dem Arm spornte er das Publikum zum
Mitmachen und –singen an.
Die Einrichtung der zweiten Bühne erlaubte eine nahtlose Abfolge der
einzelnen Auftritte, so dass keine Pausen aufkamen.
Ein großes Lob gebührt bei einer solchen Veranstaltung wie immer dem
gesamten Veranstaltungsteam, das schon im Vorfeld viel Zeit investiert
und im Verborgenen arbeitet, also in diesem Fall u. a. Alina Besser
(11), die einen Plakatwettbewerb für das Event organisiert hatte, (vgl.
das wunderbare Plakat von Christiane Reher als Ergebnis) und die beim
"Casting" der Bands dabei war.
Darüber hinaus gibt es inzwischen eine sehr rege Technik-AG an der
Schule (Leitung: Barbara Leibrock, 13), die in vielen Stunden vor und
während der Aufführung für den schon beachtlich guten Ton sorgte und
das Licht betreute, weiter die Kamerungruppe, die für die Verpflegung
sorgte, u. v. a..
Insgesamt hat sich "bands on stage", trotz des eingangs beschriebenen
Generationenwechsels, wieder eine neue, ganz junge Fangemeinde
erarbeitet, so dass diese Tradition in den nächsten Jahren sicherlich
weitergeführt werden kann.
Der Stein kann also weiter rollen – the show will go on!
(Dr. Klaus Zöllner)


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