| Comeniusschüler des BGH reisten nach Zabrze in Polen |
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Als letztes der 6 Länder, die am 3-jährigen Comeniusprojekt teilnehmen, bereisten in der Woche vor den Osterferien 14 Schüler des BGH die Comenius - Partnerschule in Zabrze in Polen. Die Schüler/innen aus den Klassen 10 bis 12 haben sich intensiv auf diese Begegnung vorbereitet und freuten sich darauf, die Schüler und Schülerinnen, die z.T. bereits im September bei ihnen in Herchen zu Besuch waren, wiederzusehen. Dass Zabrze - vorsichtig ausgedrückt- fürwahr keine schöne und reiche Stadt ist, wussten schon einige Schüler, um so mehr beeindruckte jedes Mal die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Gastgeber. Thema des Projekts lautet seit 3 Jahren "Identität und Globalisierung"; sicher hätte niemand gedacht, dass dieses Thema innerhalb der 3 Jahre eine derart große politische Bedeutung erlangen würde. Aber die Schüler/innen diskutierten nicht an erster Stelle die allgegenwärtigen politischen Themen, sondern bezogen das Thema auf ganz alltägliche Fragen und Projekte, um von dort aus größere Zusammenhänge zu besprechen. So ging eine Arbeitsgruppe der Frage nach, welche Art von Werbung im deutschen Fernsehen in den Minuten vor der Tagesschau gezeigt wird, um die Ergebnisse dann in Zabrze mit denen aus den anderen 6 Teilnehmerländern (Tschechien, Spanien, Frankreich, Italien, Polen) zu vergleichen und daraus Rückschlüsse über unterschiedliche Mentalitäten zu ziehen. Eine andere Gruppe produzierte einen Film über unsere Schule; einige Schülerinnen erläuterten in Polen den Begriff der Walpurgisnacht und wollten in Zabrze sogar einen Hexentanz vorführen, eine weitere Gruppe brachte den anderen Ländern deutsche Gerichte bzw. Osterbräuche (Osterkörbchen, Eierfärben) näher oder bereitete einen Osterlammkuchen. Im Februar hatten die Mitreisenden bereits jeweils eine umfangreiche Ausstellung zum Thema Polen und Tschechien gemacht. Auf der schuleigenen Comeniuswand wurden die Themen Gastronomie, Geografie, Sport, Städte, Prominente, Geschichte und Musik des jeweiligen Landes beleuchtet. Die Ergebnisse dieser Ausstellung wurden ebenfalls in Zabrze vorgestellt, wie heute üblich als "power-point" Präsentation. Da die koordinierende Schule des Gesamtprojekts eine spanische Schule ist, müssen alle Projekte auf Spanisch vorgestellt werden, eine große Herausforderung für unsere Schüler, die erst ab Klasse 11 Spanisch lernen, aber auch für alle anderen nicht-spanischen Schüler/innen. Vor Ort standen dann unter anderem Ausflüge nach Auschwitz und Krakau an, dazu kamen private Ausflüge mit den Gastgebern unserer Schüler. Insgesamt ging mit der Fahrt vor Ostern ein sehr intensives und arbeitsreiches Projekt zu Ende, das neben den Begegnungen zwischen allen Ländern in den jeweiligen Schulorten auch vielerlei bilaterale Partnerschaften und auf persönlicher Eben viele Freundschafte hat entstehen ließ. Der nicht unerhebliche finanzielle Aufwand durch EU-Mittel hat sich gelohnt, es wurden ca. 10% aller Schüler des BGH auf Reisen in die teilnehmenden Länder geschickt bzw. fungierten als Gastgeber für Schüler aus den 6 europäischen Ländern. Vom BGH reisten innerhalb von 3 Jahren als Betreuer Dr. Arnd Schmidt, Dr. Marion Tangemann, Nastassja Ruschmeyer, Klaus Steglich als stellvertr. Schulleiter, Juliane Steglich, Dagmar Hohn, Berta Vilar-Diaz und Dr. Klaus Zöllner mit. Die Comeniusarbeit am BGH wird nach einer Ruhephase von zwei Jahren dann unter neuem Thema und mit neuen Teilnehmern fortgesetzt. Wir hoffen, dass wir im kommenden Schuljahr, wie in der Vergangenheit schon mehrfach, auch wieder einen Comenius-Sprachassistenten zugewiesen bekommen. (Klaus Zöllner) |
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