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Evolution im Schneckentempo? PDF Drucken E-Mail

Wie schnell können sich evolutionäre Vorgänge vollziehen? Ist die Schnecke wirklich so langsam? Das fragten sich die SchülerInnen des Biologie Grundkurses von Herrn Firnrohr und beteiligten sich im Rahmen eines europaweiten Projektes: Mit Lupe, Bestimmungsbüchern sowie Sammelschalen bewaffnet machten sie sich auf die Suche nach der Bänderschnecke, um das Vorkommen verschiedener Arten dieser festzustellen.

Beim Projekt „Evolution MegaLab“ werden die historischen Daten der Schneckenvorkommen von vor mindestens 30 Jahren zusammengetragen. Diese sollen nun mit aktuellen Daten verglichen werden, um dadurch Schlüsse zu ziehen, inwiefern sich Veränderungen des Lebensraumes auf das äußere Erscheinungsbild der Schnecken auswirken.

Die Bänderschnecke gibt es mit dunkleren sowie helleren Gehäusen und die Farbe dessen beeinflusst die Temperatur im Schneckenhaus und damit die Aktivität der Schnecke. Ihr Hauptfressfeind ist die Singdrossel, welche das Verbreitungsgebiet der Schnecke maßgeblich einschränkt. Gut getarnte Schnecken werden mit geringerer Wahrscheinlichkeit gefressen als farblich auffällige. Dadurch entsteht eine Angepasstheit der Schnecke in Bezug auf Farbe und Bänderung des Gehäuses.

In der Herchener Siegschleife fand der Kurs während einer Unterrichtsexkursion insgesamt 43 Bänderschnecken: 10 Exemplare der schwarzmündigen und 33 der weißmündigen. Die genauen Ergebnisse sind unter www.evulutionmegalab.org einzusehen.

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