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Adventsbasar der Klassen 5a/b PDF Drucken E-Mail
Adventsbasar zugunsten einer Leprastation in Indien

Zum 22. Mal fand am 14. Dezember 2009 am BGH ein Adventsbasar der Klassen 5 zugunsten der Leprastation von Pater Kurian in Puri/Indien statt. Die Schülerinnen und Schüler der katholischen Religionsgruppe von Herrn Kost aus der 5a/b haben sich zu Beginn des Schuljahres mit dem Thema „Zeugen für Christus" beschäftigt. Dabei sind sie auch auf Damian Deveuster gestoßen, einen Priester, der im 19. Jahrhundert nach Molokai, auf die „Insel der lebenden Toten", gegangen ist, um das Schicksal der Leprakranken zu teilen und für die Ausgestoßenen dazusein. Auch heute gibt es noch Leprakranke in der Dritten Welt.

Um diesen Menschen zu helfen, haben sich die Schülerinnen und Schüler entschlossen, einen Basar zu veranstalten. Sie haben deshalb in ihrer Freizeit viele schöne und nützliche Dinge gebastelt, gemalt oder zusammengesteckt. Mit dem Erlös des Basars wollen sie die Arbeit des Steyler Missionars, Pater Kurian, auf der Leprastation in Puri in Indien unterstützen.
Auch in diesem Jahr kam ein ansehnlicher Betrag in Höhe von 172,16 Euro zusammen, der voll und ganz der Arbeit auf der Leprastation zufließen lassen. Insgesamt haben die Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahrzehnten die Leprastation mit über 3500 Euro unterstützt.
Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben, auch im Namen von Pater Kurian.

Die Lepra- Station in Puri / Indien
1975 gründete der Steyler Missionar Pater Marian Zelazek in Puri eine Aussätzigenkolonie, in der damals 300 Kranke lebten.
Die Leprakranken bewohnen kleine Häuser und versorgen sich nach Möglichkeit selbst. Es gibt auf dem Gelände eine orthopädische Schuhwerkstatt, in der ein Schuhmacher-Meister Spezialschuhe für die verkrüppelten Füße herstellt. Junge Leute aus der Leprakolonie erlernen dort den Beruf des Schuhmachers. Für die Kinder der Aussätzigen konnte auch eine Schule gebaut werden. Außerdem gibt es eine Ambulanz, eine Armenküche und ein Zentrum für Spiritualität und den Dialog mit anderen Religionen.
Ziel der Arbeit von Pater Marian ist die völlige Rehabilitierung der Kranken, d.h. ihre Eingliederung in die indische Gesellschaft. Sie sollen eines Tages allein ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Pater Marian Zelazek gehörte 2002 zu den Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Er starb  2006. Heute wird das Lepradorf von Pater Kurian geleitet.

Auszug aus einem Brief von Pater Marian von 2001:
„In unserer Schule, die speziell für Kinder der Leprafamilien gebaut ist, haben wir dieses Jahr 470 Schüler. Unter denen sind 131 Schüler, deren Eltern aussätzig sind.. Die Schule ist immer die größte Freude für mich, obwohl sie ziemlich viel kostet. Sie ist unsere Hoffnung und auch ein Zeichen der Änderung in der Lepragemeinschaft. Dieses Jahr haben wir auch ein neues Projekt im Lepradorf: Bohrbrunnen für jedes Haus. Vierunddreißig Brunnen sind schon fertig gemacht. Mit dem eigenen Brunnen hinter dem Haus oder der Hütte ist ein neuer Komfort zu den Leprakranken gekommen... Nie mehr Wasser suchen.. Nie mehr warten, bis jemand Wasser bringt, weil viele wegen der verletzten Hände den Wassereimer nicht tragen können..."

Eine Schülerin schreibt über
„Die Seuche Lepra“

Lepra ist eine schreckliche Krankheit. Heute noch gibt es in den armen Ländern ( Dritte Welt)  etwa 12 Millionen Leprakranke, darunter auch einige Millionen Kinder. Vor ungefähr 100 Jahren wurden alle Kranken noch von der Gesellschaft ausgeschlossen. Deshalb nennt man die Krankheit auch „Aussatz".
Die Krankheit besteht daraus, dass der Körper verfault. Meistens bemerkt man die Krankheit erst nach ein paar Jahren, bis dann der erste Finger oder Zeh verfault und abfällt. Wenn dann die äußeren Körperglieder verfault und abgefallen sind, kommen die größeren Teile dran wie Arme, Beine, Gesicht, und schließlich der ganze Körper.
Heute aber ist Lepra heilbar, d.h. die Krankheit kann zum Stillstand gebracht werden. Die Ärzte haben Medikamente entwickelt, aber das Problem ist, dass in der Dritten Welt nicht genügend Geld vorhanden ist, um die Medikamente zu bezahlen.
Sie merken jetzt bestimmt, dass das eine schreckliche Krankheit ist, vielleicht machen Sie sich jetzt ein paar Gedanken über die Krankheit.

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