| 20 Jahre Kamerun-Projekt am Bodelschwingh-Gymnasium Herchen |
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Am 09. Juli 2011 konnte ein erstaunliches Jubiläum gefeiert werden Das „Partnership Work Projekt ‚Dass Einer des Anderen Sprache verstehe’“ wurde von Wilhelm Neef im Jahre 1991 ins Leben gerufen und niemand glaubte so wirklich daran, dass es Jahre überdauern könnte. Nun konnte in der Aula des Bodelschwingh-Gymnasiums das 20-jährige Jubiläum begangen werden. Viele der ehemaligen Teilnehmer an diesem Projekt , auch von der ehemaligen Partnerschule aus Cottbus und der jetzigen Partnerschule, dem Merlet College aus Cuijk bei Nimwegen in den Niederlanden, waren angereist, um mitzufeiern. Als Sinnbild für Gemeinschaft und Wachstum wurde ein Kirschbaum auf dem Gelände der Schule geplatzt. Auf Plakatwänden war die Entwicklung des Projekts mit der Presbyterian High School Besongabang (PHS) im tropischen Regenwald Kameruns dokumentiert.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete dann das Afrikakonzert des Kamerunprojektes. Wilhelm Neef war es gelungen, für diesen Abend die aus Kamerun stammende Sängerin Myra Maimoh zu gewinnen, die in Fulda lebt und studiert. Sie hat in Kameruns Hauptstadt Yaounde in Musikstudios als Backstage-Sängerin gearbeitet und bisher ein eigenes Album herausgebracht. Myra bedauert sehr, dass sie in der Schule keinen Musikunterricht hatte. Sie kann keine Noten lesen und spielt auch kein Instrument. Ihre Eltern hatten noch Musikunterricht in der Schule. Ihr ist es ein großes Anliegen, sich dafür einzusetzen, dass Musikunterricht wieder Einzug in Kameruner (anglophone) Schulen hält. „Das ist ja auch unser Ziel“, sagt Wilhelm Neef, „mit Sarafina (einem Musical-Projekt, das gemeinsam mit Kameruner Schülern 2010 verwirklicht worden ist) haben wir einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht. Sarafina sollte den Kamerunern und den Menschen, die in der Kameruner Kirche Verantwortung tragen, zeigen, was alles rhythmisch, musikalisch und tänzerisch in den Kameruner Jugendlichen steckt. Wenn man ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Talente und ihre Kreativität ausleben zu können, kann Wundervolles entstehen. Außerdem kann das eine Form der Selbstreflektion sein.“
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